TheJulzS in Canada

 
05Juni
2015

Spring in the Rocky Mountains



Hey Ho,

Jede Reise geht nun mal zu Ende und so auch diese. Der letzte Monat ist Angebrochen und geht nach Erfahrung wie im Flug vorbei, ebenso wie der nun vergangene Monat, welcher voller Arbeit und kleineren Abenteuern steckte. Neben dem häufigerem besuch, der Kletterhalle in Canmore, welche mit einem netten Schwimmbad im selben Komplex liegt und eine Tageskarte nur 12 Dollar kostet, habe ich diverse wilde Bären gesichtet. Mittlerweile bin ich über sieben Schwarzbären und vier Grizzlys gestolpert, wobei ich die meisten aus dem Auto heraus bewundern konnte. Seit langen habe ich schließlich auch noch mal etwas kulturelles unternommen und besuchte mehrere Mussen in Banff. Jedoch zurück zu den Abenteuern, seit Wochen wartete Ich mit dem Freund, mit welchem ich auch in den Stollen unterwegs war, das der Schnee genug geschmolzen sei, um Bergsteigen zu gehen und so geschah es schließlich auch der kleinste Berg wurde jeden Tag nach der Arbeit begutachtet und schlussendlich für begehbar beurteilt. Wir hatten zunächst mit dem Gedanken gespielt den Berg von der Rückseite anzugreifen, da die Vorderseite von einer Großen Lawinen Spur geprägt ist, in welcher normalerweise regelmäßig Lawinen hinunterrauschen, welche jedoch im Gegenteil zu den auf der Rückseite berechenbar und wesentlich leichter einzuschätzen sind. Nachdem ich mich mit einigen lokalen Bergsteigern unterhalten hatte und wir uns den Schnee genauer angeschaut hatten stand also fest, die Lawinen Spur sei sichergenug um bestiegen zu werden, da dieses Jahr im Allgemeinen nicht viel Schnee lag und der Schnee welcher Vorort ist auch schon zum Großteil geschmolzen ist. Wir starteten demnach früh am Morgen, bewaffnet mit Gurten, Seil, Helmen und Mountaineering Äxten ging es also hinauf. Es erwies sich als einfacher als erwartet, da wir von schlammigen Untergrund ausgingen, da das Wasser des Schmelzeden Schnees je irgendwo hinmusste, es erwies sich jedoch als äußerst trocken. Schnell die Passage überquert an welcher ich einige Tage zuvor einen Schwarzbären gesehen hatte, ging es auch schon in den Schnee welcher ab 1500 Höhenmeter nichtmehr zu umgehen war. Von dort gingen die nächsten 700 Höhenmeter recht leicht, der Gefrorene kaum slushige Schnee bat gute Trittmöglichkeiten für die Stiefel, dies sollte sich auf den Letzen 300 aber noch ändern. Es begann steiler zu werden und mit steigender Höhe stieg auch der Schnee. Jeder Schritt wurde schwerer und schwerer sowie unberechenbar wie weit man in den Schnee einsinke, mit der Axt in der rechten Hand und bei jedem Schritt bis zum Anschlag in den Schnee gerammt stiegen wir so zusammen langsam aber sicher dem Gipfel entgegen. Es wurde immer anstrengender und anstrengender. Wir mussten zum Ende hin alle zwanzig Meter eine kleine Verschnaufpause anlegen, welche wir jedoch nicht ausdehnen konnten, da der durch den Schnee runter gekühlten Wind unsere nassen Klamotten nicht grade mit Wärme beschenkte. Wir erreichten den Gipfel nach einer kleinen Klettereinlage und wurden mit einem atemberaubenden Blick beschenkt. Es wurde sich für eine Weile niedergelassen und Mittag gegessen, bis eine riesige dunkle und nachdenklich machende Gewitterwolke hinter der nächste bergfront hervorgeweht wurde. Wir machten uns also schnellst möglich auf den Abstieg. Alle sieben Sachen gepackt und den Schnee attackiert, hies es höchste Konzentration um keinen Fehler beim Abstieg zu begehen… Ich stieg vor und rammte mit meinen Stiefeln gute Tritte in den Schnee Eis mix und konnte meinem Freund so ein wenig mehr Gewissheit geben. Sobald wir die oberen steilen Bereiche überquert hatten und die Gewitterwolke immer näher kam, entschieden wir uns die nicht allzu steile Lawinen Spur abzurutschen um einige Meter gegen das Gewitter gut zu machen schnell die Müllbeutel ausgepackt und den Berg kontrolliert hinunterschossen wir machten rund 700 Höhenmeter nur mit rutschen auf Müllbeuteln. Dies war wohl die längste schlitten rutsch Partie meines Lebens und nebenbei viel zu viel Spaß. Wie in einer riesige Bobbahn genossen wir das abfahren. Es war eine sehr gute Methode der Wolke zu entkommen. wir rannten den Rest bis zum Ende des Berges und erreichten den See an welchem sich die Lodge befindet passend zum Wolkenbruch und einem gigantischen Unwetterspecktakel. Es fühlte sich gut an grade rechtzeitig vom Berg hinuntergekommen zu sein. Ich hoffte für besseres Wetter am nächsten Tag, da ich mit einem anderen Freund einen anderen Berg am östlichen Ende der Rockys besteigen wollte. Doch der Morgen erwies sich mit dem gleichen undankbaren Regen wie der Abend zuvor. Doch wir ließen uns nicht abschrecken und hofften das das Wetter 2 stunden östlich besser aussehe. Doch auch dort regnete es. Wir ließen uns jedoch nicht abschrecken und standen einige Stunden später schon auf einer Klippe welche und einen netten Blick von totalem Flachland bis in die Rocky Mountains bescherte. Der Regen hatte aufgehört und die Sonne schien sodass wir voller Motivation auf dem Berg umherkrachselten. Den Gipfel erreicht umkreiste uns ein Rettungshelikopter, welcher mit uns aber nichts zutuen hatte. Auch wie am zu vorigen Tage kippte das Wetter und wir mussten den Berg hinunter jagen. Kaum das Auto erreicht Blitzte und Donnerte es rund um uns. Es fühlte sich echt gut nach einer langen Zeit des nichts tuens zwei Berge in zwei Tagen zu besteigen und so rund 3000 Höhenmeter zu machen. An meinem nächsten freien Tag ging es erneut zur kletterhalle in Canmore wo wir uns erneut austoben durften und wie die anderen Tage sahen wir dieses mahl auch wieder Wildlife, der ein und der andere Bär sowie einige Hirsche tobten sich im frischen Gras aus. Nebenbei besuchten Ich noch wapta falls und wanderte durch einen Canyon naehe Natural Bridge... wie dem auch sei zwei frei Tage bleiben noch übrig bis ich schließlich wieder auf die Straße gehe um in den Westen zu trampen, wo ich noch eine Sache meiner „was ich gemacht haben muss“ To Do liste erledigen möchte, bevor es dann für meinen Geburtstag und Canada Tag nach Vancouver geht… Ich werde mich dann noch einmal von dort aus melden. Bis dahin lasst es euch gut gehen und vielen Dank fürs lesen

Euer Julian.

25April
2015

Stolletroll 2.0

Hey Ho meine lieben.

Menschen Die mich schon länger kennen, wissen wie in mir eine Affinität zu Stollen, Mienen, Bergbau und so ziemlich allen Arten von Höhlen liegt. Sobald man unter Tage geht ist man mit gewissen Gefahren verbunden und so in mitten eines echten Abenteuers. In diesem Eintrag werden auch manche dieser angesprochen, also macht euch bitte keine Sorgen um mich, denn mir und allen beteiligten geht es besser denn je.
Nachdem ich mich vor einigen Wochen an die Stollen in der Nähe von Field ran getastet hatte und mein Entdeckergeist keine Ruhe geben wollte, musste ich einfach zurückkehren, zurück in die dunklen Tiefen des Ungewissen. Dieses Mal jedoch mit mehr Ausrüstung, um die Mienen genauer zu erforschen. Bewaffnet mit meiner Brutalen Gemini Kopflampe und zwei Batteriesätzen quetschten wir, einer meiner besten Freunde hier und ich, uns durch die enge Öffnung des eigentlich geschlossenen Stollens. Die ersten Meter noch vertraut von meiner letzten Expedition in der Mine und dann schon vom enddeckungsgeist und der tief verankerten Abenteuerlust so getrieben, dass mich selbst das Knietiefe Stollenwasser nicht abhalten konnte. Die Kalte Staubhaltige Grubenluft und der ein oder andere heulende Windstoß verpasste dem Ambiente ein gewisses extra an entstehender Euphorie. Wir blieben auf der Grundsole bis das Ende erreicht wurde, wobei wir alle Abzweigungen erforschten und über die ab und an Runtergekommenen Boulder krackselten. Es erweis sich als ein recht langer Stollen an wessen Ende, im letzten Eck der Grundsole, ein Altes Fass mit Schmierfett stand, auf eben diesem Fass befand sich ein Zipp-Beutel mit einem Gästebuch, wobei man sagen muss, dass es sich definitiv nicht um ein Besucherstollen handelt, sondern irgendjemand mal die Idee hatte es dort zu platzieren. So waren auch die Einträge in ihm relativ ausgefallen und der letzte Eintrag eine ganze Weile her. Durch das Gästebuch erschlossen wir das es möglich sein musste auf höhere Solen zu klettern. So suchten wir im Dunklen mit unseren Lampe nach Leitern und Öffnungen nach oben und in der Tat fanden wir nach einigen Minuten eine Leiter, welche mir zutraulich genug erschien um sie zu erklimmen. Hierzu ist zu sagen, dass es sich um eine sehr alte Holzleiter handelte, an welcher so manche Sprossen auch schon rausgebrochen waren. Leider musste ich nach einigen Metern feststellen, dass dieser Weg nicht weiterführte, nachdem ich mit meinem Kopflicht den tiefen Stollen zu meiner rechten entdeckte, kletterte ich auch die Leiter wieder hinunter und wir suchten nach einer neuen Möglichkeit weiter hinauf zu kommen. Wir erinnerten uns an eine weitere, sehr heruntergekommen Leiter näher am Eingang des Stollens und so machten wir uns auf den Weg dort hin. Kaum angekommen und einen Blick auf die Leiter geworfen, an welcher die ersten vier bis fünf Meter fehlten und nur ein Seil von ihr hinunter hing, da wir von unserer bisherigen Erkundung sowieso schon ziemlich gepuscht waren sagten wir „lets do it“ mit einem schulterzucken des Ausdrucks warum nicht... So ging es also hinauf. Immer wieder tauchten Passagen der Leiter auf, an welcher mehrere bis hin zu 4 Sprossen einfach fehlten. Runterprasselndes Wasser hinter der Leiter machte es auch nicht einfach mit den Schuhen Tritte auf den rutschigen Steinen zu finden. Es erschien jedoch nicht so schlimm da wir den Boden ohne hin nicht sehen konnten und gleichgültig bereits nass waren. In dem Schein unseres Lichtkegels erschien dieser Aufstieg als niemals endet. Im Endeffekt schätzen wir die Leiter auf rund 150 sprossen, welche wir in einem engen Schacht nur mit unseren Kopflampen erklommen. Nach einer guten Weile voller Spannung endlich oben anzukommen und ohne ein Anfang oder ein Ende der Leiter zu sehen erhaschte ich schlussendlich eine Querung, an welcher wir die nächste Sole erreichen sollten und so geschah es auch. Schnell überquerten wir auf einem alten, schmalen doch solide wirkenden Holzbrett den tiefen Stollenschacht, von welchem man selbst mit dem Highbeam meiner Lampe nur ein schwarzes Loch sehen konnte. Nach einem kräftigen Highfive ging es auf Erkundungstour dieser Sole, wir fanden diverse alte Stollen, Werkzeuge, wie Bohrer, Bohrköpfe, Schienen Gleise und alte Motoren um Dinge auf dem Boden hin und her zu ziehen. Wir suchten weiter und stießen auf zwei weitere Leitern um höher zu gelangen, doch bevor wir weiter aufstiegen machten wir sicher den restlichen Teil der Sole gesehen zu haben. Nach rund weiteren 20 Minuten herumgeirre in der Dunkelheit ging es demnach weiter nach oben, als wir uns die Leitern genauer anschauten gab es keinen Zweifel, dass dies nicht funktionieren würde. Mit einem lichtschweif rund um den Schacht fanden wir ein weiteres Seil mit knoten zum Hinaufsteigen, welches zunächst von mir, gefolgt von meinem Freund erklommen wurde. Das Seil war recht nass und durch den Stollen staub ebenso schmierige wie der Schacht selbst. Nach rund zehn Metern Seil schafften wir es zu einem intakten Part des Aufstiegs zu gelangen, auf welchem wir schließlich weitere 15 Meter in die Höhe stiegen und die zweite Sole erreichten. Das Grinsen in unseren Gesichtern stieg, als erneut der Wind begann zu heulen und uns klar wurde das auf dieser Sole eine weitere Öffnung sein musste, da wir nun schon seit über eineinhalb Stunden kein Tageslicht mehr gesehen hatten und in den nasskalten Stollen umherkrochen, war das Verlangen nach warmer Sonne und frischer Luft recht hoch. Eine alte Holztür wartete auf uns, sie stand halb offen, sodass wir sie aufdrücken mussten um in den nächsten Bereich des Stollens zu gelangen. Wir stiegen also weiter durch die Mine und fanden diverse alte, rostige Trassen und einen kleinen Abstieg in eine zwischen Sole. Natürlich musste diese auch erkundet werden. Recht schnell endeten wir jedoch in einer Sackgasse. Wir kehrten zurück um einen weiteren Stollenabteil zu erforschen. Eine Öffnung ans Tageslicht wartete auch bereits auf uns, mit dem Nachteil, dass eine tiefe Wasserquelle zu Durchqueren war, welche noch zur Haelfte aus Eis bestand. Natürlich musste es mal wieder spannend werden, denn direkt neben dem rutschigen Eis führte ein Schacht ins ungewisse, strack nach unten! Kaum den Schacht mit Vorsicht umstiegen und durch das Loch ans Tageslicht gedrückt standen wir in rund 60 Meter Höhe in der Mitte einer Felswand, senkrecht zum Abgrund. Zu unserem Verwundern führten auch die Lorentrasse mitten ins nichts. Einige Sonnenstrahlen wurden aufgesammelt und es ging zurück in den Stollen, wo wir auch prompt über eine Lore stolperten welche auf den Trassen stand. Ich Schub sie einige Meter umher und fühlte mich wie ein echter Grubenarbeiter. Es war unglaublich wieviel Lärm nur das schieben dieser Lore durch den Schall des Echos erzeugte. Nun ja jedenfalls wussten wir, dass es mindestens noch eine weiter Solen geben sollte und nach dem Sole zwei auch bis ins letzte Eck erkundet wurde ging es den nächsten Schacht auf einer sehr maroden Leiter hinauf. Zu dem ein oder anderem Gänsehautmoment kam es auch hier, was zum Teil an fehlenden Sprossen und rutschigen Steinen lag, doch hierzu später mehr. Wir schafften es auf die dritte Sole und erneut gaben wir uns ein kräftiges Highfive. Diese Sole war anders wie die anderen, es war ein großer Raum mit zwei riesen Steinpfeilern, sowie zwei Löchern in der Felswand, durch welche ein geringer Teil an Licht, die große Halle, Im Vergleich zu der restlichen Mine, leicht erleuchtete. Erneut schauten wir uns um. Neben diversen Stollen und Schächten, welche uns verschlingend anschauten fanden wir unseren Weg in die letzte Ecke der Mine und hier war nun auch Schluss für uns. Auf dem Weg bis hier passierten wir einen weiteren Schacht, welcher nach oben führte, doch mit unserem Equipment war dort keine Chance auf die nächste Sole zu kommen, wenn dort eine seien sollte, denn diesmal war dort keine Leiter und kein Seil worauf wir schlossen, dass auch sonst niemand dort hinauf gegangen sei, denn im Gästebuch war nur die Rede von drei Solen, dies war zudem lediglich ein Stollenschacht, mit einem nachtschwarzem Ende, welches durch die Reichweite meiner Lampe gesetzt wurde, aus welchem Wasser hinunter geschossen kam. Wir kehrten also um und gingen einige Meter. In einer der vielen verwinkelten Ecken welche zudem etwas abseits lag, viel mir ein Zipp-Beutel auf. Er saß auf einem kleinen Steinpodest. Ich griff nach ihm und leuchtete mit meiner Lampe interessiert in ihn hinein, Es kam eine kleine Schnapsflasche zum Vorschein, welche zu meinem Verwundern, da ich bis zu diesem Moment davon ausging Müll gefunden zu haben, noch verschlossen war. Neben dem Schnaps fand ich einen kleineren goldenen Beutel vor, es stellte sich heraus, dass ich definitiv keinen Müll aufsammelte. In ihm befand sich ein Dragon Ball, genauer der fünfte, sowie eine Nachricht, welche besagt…“ you have begun an epic quest, a quest for glory, a quest for history. Do it for the Realm. Do it for the knights. Find them all across Banf national Park and you will get a Gift“… Ich zeigte meinem Freund den Beutel und wir stellten uns die Frage… wo könnten die andern Dragon Balls versteckt sein, wenn dieser an solch einem versteckten und doch recht riskantem Ort liegt, wie bereits erwähnt, dies ist definitiv kein Besucherbergwerk, was wir auch noch feststellen sollten. Wir ließen uns für einen kurzen Snack nieder da es sowieso auch grade Zeit wurde für mich den Akku meiner Lampe auszutauschen, welche schon rund zwei Stunden auf höchster Stufe leuchtete und ebenso recht warm wurde. Uns war bewusst das der Abstieg wesentlich schwerer sein würde wie der Aufstieg und so entschlossen wir uns auch umzukehren um zum einen sicher zu stellen, genug Energie sowie Konzentration zu haben und zum andern hatten wir alle uns möglichen Ecken und Kanten der Miene erschlossen. Kaum bei der ersten Leiter angekommen, wies ich meinen Freund darauf hin, dass ich vorgehen sollte, da ich zum einen mehr Erfahrung habe und zum anderen wesentlich schwerer bin wie er um ihn so im Fall der Fälle aufhalten zu können. Ich begann also die Leiter mit hoher Konzentration hinunter zu steigen. Das bereits Sprossen fehlten half uns nicht im geringstem und niemand von uns konnte wissen, wann die nächsten Sprossen herausbrechen würde. Ich fuhr also fort, hinab, Schritt für Schritt mit einem streng fokussiertem Auge um Sprossenlose stellen und marode Stufen rechtzeitig zu erkennen, um sie zu um klettern. Wer schon mal versucht hat im Dunklen, mit der Hilfe einer Stirnlampe und dem Rücken zum Abgrund irgendwo hinunter zu klettern, weiß wovon ich rede, wenn ich sage es erwies sich als nicht grade ein Kinderspiel. Nun ist der Punkt, wo alle mit schwachen Nerven bitte den Teil von hier bis zum Ende des Absatzes überspringen. Ich um kletterte eben einen von dieses beschrieben Lücken und dachte mir nur… Ey alter, das ist ganz schön behindert… es dauerte für mich rund eine halbe Minute um eine vier Sprossenlücke zu um klettern, kaum hatte ich wieder Stand auf einem sicheren Bereich der Leiter, rief ich meinem Freund zu er solle mir jetzt folgen, da wenn er abrutschen sollte ich ihn auffangen könnte und wir nicht die restlichen, schätzungsweise 10 bis 15 Meter in das Dunkle Ungewisse fielen. Er begann den Schacht hinunter zu klettern und erreichte die besagte vier Sprossen Lücke. Ich zückte meine Kamera, um die Lücke zu dokumentieren. Ich schoss mein Foto, es dauerte keine Sekunde, kaum ausgelöst ertönte ein zerberstendes Geräusch, Staub wirbelte umher, Ich blickte auf und sah wie die Leiter entzwei brach, sie fiel auf mich zu, in einem Bruchteil einer Sekunde, voller Angst das die runterfallende Leiter meine Finger erfasste und dem erwarteten Aufschlag meines Freundes, hielt ich mich mit aller Kraft an den Sprossen fest. Es lief wie in Zeitlupe in meinem Auge ab ich, ich sah jedes einzelne Stück Holz, jeden Stein aber vor allem meinen Freund, Er Rutschte mit massig Schwung zwischen all dem Geröll exakt zwischen meine Arme, Ein Ruck ging durch meinen gesamten Körper und ich stellte fest, dass wir nun beide glücklicherweise auf dem anscheinend solidem unterem Teil der Leiter standen, wobei sein Sturz nur rund eineinhalb Meter ausmachte, doch im Dunkeln echt den Atem zum Stillstand brachte, zumal es Links und Rechts von mir immer noch weit hinunter ging... Ich wagte einen Blick nach unten und konnte den Boden noch immer nicht sehen. Ich blickte ihn fragend an ob alles in Ordnung sei, wie aus dem Schlaf gerissen sagte er „yess…is guess!!!“ mit einer kleinen Pause für einen schmunzelnden Lacher. Durch den Shock erstarrten wir für die nächsten dreißig Sekunden mit einem schmunzelnden Grinsen im Gesicht. Mir schossen die Erinnerungen von dem mitten im Gletscher See gekenterten Kanu letzten Herbsts, sowie die Wellen, welche mich versuchten zwischen dem Lava Gestein in Tofino zu zermahlen in den Kopf… Wir atmeten zweimal tief durch, erneut trat ein schmunzelnder Lacher auf und wir sagten so ziemlich im selben Moment mit einem recht glücklichen Unterton:“ Oh Fuck man… lets get the fuck out of here“. Schließlich ging es ohne weitere Zwischenfälle den Rest der noch stehenden Leiter hinunter. Es war einer dieser Momente, wo man wirklich einfach realisiert, dass das was grade passiert ist zum einen echt Dumm und zum anderen verdammt knapp war. Wir schafften es sicher bis auf Sole zwei, kaum dort angekommen gingen wir in die Hocke um den Puls zu beruhigen und checkten ob wir wirklich mit nur ein paar Kratzern davon gekommen sind, tatsächlich, alles war in Ordnung ein mächtiges Highfive folgte.

Auf der dunklen eisigen zweiten Sole machten wir uns nun auf den Weg um auf die erste Sole zu klettern. Kaum beim Schacht angekommen stand keine Frage offen, wer zuerst gehen würde, als ich an der Stelle angekommen war, an welchem es mit dem Seil weiter hinunter ging, stellte sich wieder das Problem, des im dunklen hinunter kletterns, dass einem der eigene Körper, sowie sein Schatten die Sicht brutalst erschweren. Mit dem Wissen das es immer noch zehn Meter bis zum Boden sind griff ich nach dem schmierig, staubigen Seil und suchte mit meinen Füßen halt an der Wand. Es erweis sich als eine Herausforderung, von der Leiter an das Seil zu wechseln, doch sobald ich erstmal den richtigen Winkel gefunden hatte, sowie beide Füße an der Wand unterbrachte, konnte ich langsam hinunter steigen. Ich hatte nun den Dreh heraus und konnte meinem Freund auch recht hilfreiche Tipps zurufen. Wir schafften es ohne weitere Zwischenfälle auf die erste Sole, um von hier nun auf die Grund Sole zu steigen. Wir überquerten den steilen Schacht über das Brett, welcher mir vom Weg nach oben noch recht gut im Gewissen saß. Wir begannen also den ersten Schacht ab zu steigen und auch hier musste ich konzentriert bleiben denn dieser Schacht war der längste von den uns bekannten und hatte ebenso viele Lücken wie er tief war. Nachdem ich eine dieser Lücken überquerte und eine lockere sprosse den Schacht hinunter rutschen ließ hörten wir, wie sie beschleunigte und beschleunigte und beschleunigte. Es rappelte einige Male und sie war immer noch am hinunterfallen, bis sie endlich am Boden zerschellte. Wir schauten uns in die Augen und nickten uns mit dem gleich beeindruckten halb grinsendem Gesicht zu… Es ging also weiter hinab und da wir zum hinunter steigen wesentlich länger brauchten wie zum hinauf steigen, kam uns der Schacht ewig vor, wobei man soweit man schauen konnte nur Sprossen und Fels vorfand, bis der Blick im Tiefen schwarz verschwand. Schlussendlich erhaschte ich einen Blick auf das Seil. Von hier aus konnte ich mit Hilfe meines Highbeam der Lampe den Boden erahnen. die letzten vier bis fünf Meter zum Grund schafften wir schlussendlich auch noch abzusteigen. Das Adrenalin pumpte immer noch durch den Körper. Wir beide wollten im Prinzip nur noch ans Tageslicht und etwas Essen, so liefen wir den langen Stollen bis zum Ende ohne eine Pause. Voller Freude es hinunter geschafft zu haben, quetschten wir uns durch das kleine Loch der viel zu hellen Öffnung. Es dauerte eine Weile bis unsere Augen sich an das Tageslicht gewöhnt hatten. Den Dragonball sicher im Rucksack verstaut, philosophierten wir über jenen und betrachteten den Tag resümierend an einem Picknicktisch. Wir beide mussten zugeben, dass dieses Abenteuer ebenso verrückt war, wie einfach nur verdammt atemberaubend und unersetzlich ist. Wir beide hatten eine geniale Zeit und ohne Tage wie diese wäre das Leben ja schließlich langweilig. Dieser Tag wird wohl noch lange in meiner Erinnerung bleiben und mich stets in ein Schmunzeln über den Dragon Ball versetzen. Es war definitiv eine der coolsten Dinge die ich aus Canada mit mir mitnehmen werde, denn dieser Moment spielt in derselben Liga von Verrücktheit, wie die Woche auf der alten Goldmienenhütte in den Bergen des Yukons. Wer weiß, vielleicht werde ich mich ja noch auf die Suche des ein oder anderen Dragon Ball machen. So weit, haltet die Ohren steif, euer abenteuerlicher Weltenbummler lässt grüßen

23April
2015

Skaha Bluffs

 

Hey meine Lieben da bin ich wieder,
wie bereits schon angekündigt ging es letzte Woche Campen, doch wo und warum? Zum Klettern in den Skaha Bluffs in der Nähe von Penticton. Da dies sehr nahe an der Grenze zur USA liegt und nebenbei auch als Desert anerkannt ist gingen wir von warmen Wetter aus, wie die Wettervorhersage auch in den vorherigen Tagen um die 20c angegeben hatte. Wir starteten die sechs stuendige fahrt recht spät, doch mit weiter untergehenden Sonne verschwand auch der Schnee und das Eis aus unserem Sichtfeld. Kaum angekommen und Abend gegessen wurden schnell die Zelte aufgebaut und sich ums Lagerfeuergesetzt gesetzt um Pläne für den nächsten Tag zu schmieden. So ging es am nächsten Morgen unter bewölktem Himmel zur Erkundung der Bluffs. Wir fanden schnell diverse Felswände welche uns recht gut gefielen und so dauerte es auch nicht lange bis wir uns zum Klettern niederließen. Schnell hängten wir zwei Seile ein, da wir zu viert waren, das niemandem langweilig werden würde und selbst Sky unser treuer Husky/Wolf fand Beschäftigung und überraschte uns mit einem Reh Bein, welches wohl zuvor von einem Berglöwen erlegt wurde und so Sky mit einem breiten Grinsen auf jenem Knochen Kauen konnte, dies war zwar eher makaber aber typisch Sky. Am ersten Tag hielten wir uns nur an Zwei verschiedenen Wänden auf dies reichten aber auch für mich um mich in meine neuen Kletterschuhe einzuklettern und mich an meinen neuen Gurt zu gewöhnen, was sich doch als sehr leicht erwies und ich von Schuh sowie Gurt echt begeistert bin. Leider wurde es über den Tag nicht warm, die Wolken liessen keine Sonne durch, Das Lagerfeuer machte es doch dann Abends auch wieder warm bis es nun schließlich auch noch anfing zu regnen, was dann das Ende für den Tag war. Am nächsten Morgen war die Umgebung und so auch der Fels nass sowie wir sehr enttäuscht vom Desert. Da es immer noch Bewölkt, kalt und nun auch noch nass war, Doch natürlich fiel uns auch hierfür eine Lösung ein. Wenn man schon einmal im Süden der Okanagan ist muss man natürlich auch eine Weingut Besichtigung machen und Testungen abhalten… natürlich blieb es nicht bei nur einem Weingut. Nach einem sehr gelungenen Vormittag folgte eine kleine Wanderung durch Kakteen besehete Landschaften, warnhinweisen vor Rasselschlangen und einem Ausflug zum Radio Astrophysical Observatory. anschließend zu der Wanderung fuhren wir noch ein wenig durch die Gegend wobei wir nahezu unfällig in die USA gereist wären. Uns viel im letzten Moment ein Schild auf welches darauf hinwies das alle Autos nach diesem Punkt in die USA einreisen müssen.und schon rollten wir mit dem Vorderrad auf Spikes, zum glueck aber nicht drüber, denn wir wollten mit Sicherheit nicht die Grenze überschreiten… zum einen hatten niemand einen Reisepass dabei und zum anderen waren in dem Auto diverse Gewehrpatronen von einem vorherigen Ausflug. Nachdem wir uns von diesem schock erholt hatten und froh waren nicht über die Spikes gefahren zu sein schauten wir noch einen Film im Kino. An diesem Abend wurde weiter tiefgründig die Qualitaet des guten Weines begutachtet. Nach zwei kühlen Tagen wachten wir schließlich mit Wolkenfreiem strahlend blauem Himmel auf und keiner konnte warten an den Fels zu kommen. Schnell noch Fleisch zum Grillen gekauft und los ging es. Wir kletterten diverse verschiedene Wände und wanderten durch die Bluffs es wurde schließlich rund 22c warm und wir holten uns alle bis auf Sky einen schönen Sonnenbrand. Am Ende des Abends war ich mit mir selbst recht zufrieden, da ich doch recht lange nichts mehr in Richtung klettern gemacht hatte und dann doch noch die ein oder andere 5.10b bezwung. Wir entschieden etwas früher zu den Zelten zurück zu kehren, da wir nach acht Stunden klettern schon recht erledigt waren. Kaum am Auto angekommen hielt einer meiner Freunde den Schluesselanhaenger hoch, doch ohne Autoschlüssel. Wir suchten ihn in den Bluffs ohne Erfolg bis die Sonne unterging. Wir endeten also damit uns vom Abschleppdienst zum nächsten Fordhändler zeihen zu lassen um dort am nächsten Tag neue Schlüssel machen zu lassen und so sollte es auch sein am nächsten Morgen war unser letzter Tag angebrochen bevor wir alle wieder zurück zur Arbeit kehren sollten. Alles zusammengepackt und ein Taxi gerufen durften wir uns die großen Augen des Taxifahrers anschauen, als wir ihm sagten dass wir vier sowie der Hund mit all unseren Sachen zu dem Fordhaendler müssen. Irgendwie schafften wir es ihn dann aber doch zu überzeugen und dank unserer Tetrismeisterfaehigkeiten alles im Auto zu verstauen. Es Dauerte zwei Stunden neue Schlüssel schneiden und programmieren zu lassen, welche wir gut nutzten um in einem netten Caffe an einer Straßenecke Downtown Penticton zu brunchen. Zum Glück lief alles fehlerfrei ab und wir konnten noch einige Stunden klettern bevor wir heimfahren mussten. Im Endeffekt hatten wir doch des Holprigen Startes und dem ein oder anderem Zwischenfall eine echt gute Zeit und ich freu mich schon ziemlich auf die nächste Chance klettern zu gehen. Heute ist mir während der Arbeit aufgefallen wie das Eis auf dem See zurück geht und seine unbeschreibliche Farbe wieder zum Vorschein kommt.
Ich freue mich schon von meinen nächsten Abenteuern zu berichten,
liebe Grüße euer Julian.

10April
2015

Back in Yoho

St.Paddys Gletscher Fluss Hotsprings ashed work hands Woodshed johnston Canyon Johnston Canyon Johnston Canyon Inkpots Polarbaer dive Jonston Canyon Banf Snowshooing Emerald Backcountry Lake Louise Donny Skiing Donny following me Backcounrty Donny Backcountry Me Snowboarding enjoy your life Lake Moraine Mountain Panorama  Canmore Canmore 2 geared up Fields Stollen explore Polarbaer dive Blue Paradise

Hey meine Lieben,

euer Weltenbummler meldet sich nun endlich mal wieder.
Den letzten Monat habe ich genutzt um mich im Yoho National Park erneut einzuleben, welcher nämlich noch immer mit Schnee bedeckt ist. Leider ist dieser jedoch nicht frisch und so sehr eisig, an manchen Stellen bricht man mit ihm einfach bis zum Bauch ein und so ist er ebenso unberechenbar. Natürlich schreckt mich das nicht ab, denn einen gewissen Spaß Faktor muss es ja schließlich auch haben. Zunächst musste jedoch erst einmal St.Patricks Tag gefeiert werden und wo macht man dies besser wie im Irisch Pup in Banf? ... Wahrscheinlich nur in Irland… so wurde schließlich mächtig in meinen ersten freien Tag reingefeiert und neue Freundschaften mit neuen Mitarbeitern geknüpft. Zum Glück hatte ich noch 2 weitere Tage frei, welche auch gut genutzt wurden. Zum einen um sich von der langen Nacht zu erholen und zum anderen nutzten wir die Zeit um zu den Luisser Hotsprings zu fahren. Jene Hotsprings liegen in einem schönen Berg Tal an einem Gletscher gespießtem Fluss und sind nicht kommerziell genutzt, weshalb sie auch recht naturbelassen sowie mehr oder weniger ein Geheimtipp sind. Eine weitere Woche Arbeit verging und die nächsten freien Tage standen vor der Tür, an welchen ich hier im Yoho National Park mit Schnee Schuhen umherwanderte und auf die ein oder andere Klippe kletterte. Des Weiteren besuchte ich mit einigen Freunden den Jonston Canyon, von welchem wir zu den Inkpots wanderten, in welchen wir Polarbär diven gingen, demnach ein Eiswasser Bad genossen. Der immer noch zu geeiste Wanderweg durch den Canyon, welcher mich an die ein oder andere Klamm in Österreich erinnerte, machte diese ganze Aktion auch noch amüsant da fast jeder alle fünf Minuten auf dem Hosenboden saß. An einem Punkt wurde ich jedoch zu schnell und als meine Schuhe an einem Stein Gripp fasten haute es mich mit Kopf voraus der Kamera folgend auf den nicht wie erwartet schneeig weichen, sondern Eisig harten Boden, dies kam weder mir noch der Kamera zugute. Wir beide überstanden es im Endeffekt doch ganz gut. Wieder verging eine Woche fröhlichem Holzhackens in angenehmer Bergluft und Schließlich schaffte ich es dann auch an meinem dritten Wochenende in meinen Eis Bersteigstiefel und in einem von einem Freund geliehenem Snowboard in dem frischen Powder Schnee von dieser Woche auszutoben. Zunächst etwas holperig doch mit fortschreitendem Sonnenstand wurde es immer besser sodass ich am Ende des Tages mit mir selbst mehr wie zufrieden war und jeden Lift sowie Piste in Lake louise zu sehen bekommen hatte. Gestern fuhren wir nach Canmore um einige Besorgungen zu machen welche ich für meine 5 freien Tage nächste Woche auch brauche… soweit kann ich es euch schon einmal verraten es wird wohl was mit campen zu tuen haben…Heute sind wir zu Alten Mienen in der Nähe von Field gefahren und sind durch einige Stollen gewandert, welche uns nur an manchen Stellen Einbruchs gefährdet erschienen. wir fanden einen Haufen alten Krams, es schien als ob sie nicht viel entfernten als sie die Stollen schlossen. Um den ganzen Staub los zu werden entschieden wir spontan nach einem Besuch der natural bridge schnell noch ein par Freunde abzuholen um dann aus fünf meter Höhe von in das eisige Gletscher Wasser des oberen Teil des Kickinhorse Fluss von Natural bridge zu springen. Zurück zuhause wurde mir ein Paket von meinen Eltern überreicht, von welchem ich bis zu diesem Moment auch noch nichts wusste. Es hat mich sehr gefreut und ich konnte kaum warten es auf zu machen. Nun geh ich zum Lagerfeuer hinter unserer Staff Residence und lasse den Abend noch gemütlich mit dem ein oder anderem Bier ausklingen.
Wie ihr seht wird mir hier nicht so schnell langweilig, was wohl auch erklärt warum ich so lange nichts von mir hören lassen habe.

Liebe Grüße euer Julian

11März
2015

Road Trip zurueck zur Arbeit at ELL

 
Hey Ihr,
wenn man in einem Hostel arbeitet und ein freundlicher Mensch ist lernt man viele Menschen kennen und Glücklich wie ich bin kamen mich zwei Freunde besuchen, welche zusammen mit mir zu einem Fotocontest, an meinem letzten Abend in Tofino gingen, bei welchem ich in der Kategorie Landscape unter die besten fuenf im Finale gelangen bin.
Nun aber endlich genug von Tofino… meine Freunde nahmen mich am nächsten Morgen mit nach Nanaimo, wo ich wie geplant einen anderen freund treffen sollte um mit ihm für ein paar Tage auf einen Roadtrip zu gehen. Die Fahrt nach Nanaimo zögerte sich jedoch ein wenig heraus, da wir zunächst den Autoschlüssel nicht finden Konten, der sich nach der letzten Nacht unter einem Sitz versteckte. Mit zwei Stunden Verspätung ging es also los, zwei Zwischenstopps blieben des Weiteren nicht aus, zum einen musste sich Longbeach noch einmal angeschaut werden und zum anderen bei meinem lieblings Rainforest-hike, um ihn fürs nächste ein letztes Mal abzulaufen. In Nanaimo angekommen verlief alles wie geplant, ich verabschiedete mich von den einen und wechselte mit meinen Rucksäcken ins andere Auto, von wo es mit der Fähre nach Vancouver ging. Wir suchten einen Parkplatz in Downtown, da wir den Dodge nicht auf der Strasse stehen lassen wollten parkten wir ihn in einem Parkhaus. Und fanden schliesslich ein platz von wo wir ausgingen, dass das Auto sicher sei. Ich hatte einige Tage zuvor meine Paycheckes eingelöst und wollte nun mein cash zur Bank bringen um die Ueberweisungsgebueren zu sparen. Da ich aber schließlich nicht mein ganzes Gelt mit ins Hostel nehmen wollte, packte ich es in meinen Kulturbeutel und steckte jenen unter den Beifahrersitz. Ich hatte meinen kleineren Rucksack für die Nacht gepackt, so dass ich nicht meinen großen Rucksack, mit allem drum und dran, mit mir rumschleppen musste. Wir checkten im Hostel ein und genossen das Nachtleben Vancouvers.
Am nächsten Morgen nach einem guten kräftestärkendem Frühstück ging es zurück zum Auto, doch dort fanden wir einen Abschleppwagen sowie Polizei vor. Wir waren verwundert da wir die Parkgebueren bezahlt hatten. Voller Neugier was los war sprachen wir die Polizei an und erfuhren das in unser Auto eingebrochen wurde, das hintere Passagierfenster war eingeschlagen und mein Blick erhaschte eine komplett lehre Rückbank, ohne meinen Rucksack in welchem all mein Equipment, inklusive Zelt und Schlafsack war. Von diesem Schock viel ich in den nächsten, da ich mich erinnerte das dies die Seite war, an welcher ich mein Kulturbeutel mit dem Geld unter den sitzt gelegt hatte… der Abschleppdienst bekam von der Polizei das Kommando den Wagen wieder abzulassen und wieder zu gehen… doch zu meinem verblüffen, zwischen all den Scherben der Scheibe fand ich meinen Kulturbeutel, mit allem was dort eben drin war plus mein Geld. Nun machte ich mir Gedanken um all mein Equipment worauf die Polizei auch schon antwortete, sie hätten ein Haufen Zeug rund um das Auto verteilt gefunden und in einen Sack gepackt, welchen sie mir darauf überreichten. Vom schlimmsten ausgehend öffnete ich ihn und fand meinen komplett entleerten Rucksack mit jedem einzelnen Reißverschluss offen, all meine Kleidung meinen Schlafsack und im Boden des Beutels dann schlussendlich auch mein Zelt. Nach dieser Erleichterung setzte ich mich erstmal, mit einem total am Rad drehendem Kreislauf, mit dem Rücken an die Wand und Atmete durch. Meine Sachen waren vollständig vorhanden, so wie die meines Freundes wir vermissten nur eine Sporttasche mit alten Klamotten, Magnesiumtabletten und diversen Medikamenten, Der Dieb musste die Tasche gegriffen haben, sie geschüttelt und gedacht haben, jawohl da sind wertvolle Sachen drin, nachdem er anscheinen nicht wusste wieviel das Equipment wert war, welches er rund um das Auto verteilte. Im großen und ganzen war soweit alles in Ordnung, nur das eingeschlagene Fenster war sehr ärgerlich. Wir fixten es zunächst mit Müllbeuteln und Tape. Da ich unbedingt schon seit Wochen neue Schuhe brauchte fuhren wir schließlich zum Mountain Equipment Co-op wo ich Schuhe und ein paar Pflegemittel fand. Nach der morgendlichen Erfahrung machten wir uns auf den weg Vancouver zu verlassen und entschieden uns in Richtung Squamisch los zu ziehen, welches für seine Kletterfelsen berühmt ist und Tatsache fanden wir wunderschöne felswende vor, welche meine Unterarmmuskeln ins zucken versetzten und ich am liebsten direkt losklettern wollte, doch wir hatten klein Klettermaterial dabei. So blieb es bei einigen schönen Boulder routen mit meinen neuen 5ten. Wir kamen in einem sehr netten Hostel unter, in welchem alles ein wenig budistisch angehaucht ist, da es von welchen geführt wird. Der Meditationsraum war für uns nun genau das richtige. Am nächsten Tag gingen wir Wandern und besuchten einige Wasserfelle sowie den Shief, von welchem man einen Wunderschönen Ausblick über das gesamt Squamishtal hat. Natürlich wollten wir das Fenster nicht so lassen wie es war da es beim fahren doch sehr laut wurde mit den flatternden Müllsäcken und so hatten wir am nächsten Morgen einen Termin bei einem Autoglasshändler, welcher uns für einen fairen Preis ein neues Fenster einbaute. Drei Stunden später ging es los Richtung Whistler. Dort angekommen stellten wir fest ohne richtigen Schnee, welcher momentan Mangelware ist, ist Whistler solange es kein Rad fahr Wetter ist auch nicht das Gelbe vom Ei. So ging es weiter zum wunderschönen Pemberton, welches einen Hauch des Wilden Westen verkörperte. Mit vielen Farmen und Cowboy land. Doch je weiter wir in den Osten fuhren umso mehr schaute es aus wie in den Filmen des wilden Westen, bis wir in einem Gebirgspass endeten, welcher uns nach Lillooet führen sollte. Völlig unerwartet anders als in den Tourist gebieten passierten wir wunderschöne, mit Puder Schnee bedeckte Berge sowie wild in den Berg gerissene Täler. In Lillooet angekommen entschieden wir noch einige Stunden weiter zu fahren und versuchten Kamloops noch in dieser Nacht zu erreichen, was uns schließlich auch gelang. Auf dem Weg dorthin passierten wir Hochebenen mit abgestorbenen graesern welche schon fast an steppen ähnliche Landschaft erinnerte einige Adler kreisten ihre runden und auch das ein oder andere, mehr oder weniger Wildpferd sprang über den Weg. Wir verweilten zwei Nächte in einem schön ruhigem Gasthaus und erkundeten die Gegend, wobei wir auch über diverse Freeride Sprünge des Big Mountainbikings und Strecken aus Filmen der Freeride Scene stolperten. schließlich ging es weiter nach Revelstoke, wo es ebenfalls, wie in Whistler für diese Jahreszeit unverständlich wenig Schnee hatte. Da wir noch viel Sonnenlicht an diesem Tag hatten und die Straßen Bedingungen gut waren, entschieden wir bis nach Golden zu fahren wo unser Ziel für den Road Trip angesetzt war. Wir fanden ein schönes Hostel, welches mir so gefiel das ich hier nun die letzten Tage verbrachte bis mein Job in Emerald Lake begann. Natürlich nutzte ich diese Tage gut und lieh mir ein Fatbike um die Gegend um Golden auch einmal im Winter unsicher zu machen. Ich merkte direkt, dass ich viel zu lange kein Rad gefahren war. Schon nach drei pedal Schlägen schoss mir das grinsen ins Gesicht und ich entschloss Mount 7 auch einmal in Winter mit dem Rad zu bekämpfen. 1500hm in Slush, Eis und Schnee warteten auf mich. Es war mehr ein Kampf zwischen körperlicher und willens Kraft wie eine Schöne Sonntags-Tour aber so sollte es auch sein kaum das erste mal auf dem Rad seit sieben Monaten und schon Feuer und Flamme. Der harte weg nach oben lohnte sich nicht nur wegen der Bomben Aussicht, denn die Trails des Mount 7 sind spätestens seit Redbull Psychosis in der MTB Scene bekannt und wozu hat man denn die Spikes auf dem dicken Profil des Fatbike. Es blieb zwar aus Zeit und Kraft gründen nur bei einer Abfahrt aber hey, 1500hm am Stück ist auch mal was. schlussendlich bin ich dann am 10.Maerz los in Fiel getrampt und wurde auch schon nach zehn Minuten mitgenommen, wobei mir der nette Herr sogar anbot mich bis zu meiner Arbeit an den See zu fahren, da er ihn zuletzt vor zwanzig Jahren gesehen habe und nun einmal einen Blick wagen mochte. Kaum angekommen und die Tür geöffnet nahm ich den unterschied der einmaligen Bergluft war welche ich so vermisste und fühlte mich in der mir vertrauten Gegend wie Zuhause. Viele Freunde begrüßten mich und alte Erinnerungen wurden wach. Ich freue mich zurück zu sein und hatte heute meinen ersten Arbeitstag als Woodsman. Hierbei musste ich feststellen es gibt nichts schöneres als in der frischen Bergluft draußen im Schnee umringten Schuppen Holz zu hacken und dafür bezahlt zu werden.
Liebe Grüße aus dem Herzen der Rocky Mountains,
Euer Julian

27Februar
2015

Letzte Zuege in Tofino



Schlussendlich ist es nun wieder soweit das hier auch mal etwas passiert… Es ist zwar nicht so das der letzte Monat ohne Abenteuer und Action abgelaufen war, jedoch war mir einfach nicht nach schreiben und da nichts weltbewegendes passierte, habe ich mir mal eine Schreibpause gegönnt. Ich werde Tofino in den kommenden Tagen verlasse zurzeit ist jedoch noch unsicher ob morgen oder übermorgen früh da ich zum einen auf einen kurzen Road Trip gehen möchte zum anderen aber auch bei einem Foto Wettbewerb ins Finale gekommen bin, welches morgen Abend ab Sieben in der End Auswertung entschieden wird, zu welcher ich eingeladen wurde. Zu nächste mochte ich euch aber erstmal eine kleine Zusammenfassung meines letzten Monats geben.
Um Chronologisch vorzugehen beginne ich mit meinen Orca Sichtungen. Als Angestellter in Tofinos Touristik Branche ist es mir möglich die meisten Attraktionen und Service umsonst in Anspruch zu nehmen. So auch das Whale watching. Ab und zu schwimmen diese zwar auch direck an meinem Office Fenster vorbei doch von einem Boot ist dies nochmal etwas anderes. Es dauerte rund zwei Stunden bis wir die gesichtete Orca Familie schließlich fanden es war eine Gruppe aus fuenf welche ursprünglich aus Alaska kommt, was wir nach einer kurzen Recherche über die Rückenflosse und deren Profile herausfinden konnten. Bei der Suche nach den Orcas umrundeten Mearsisland auf welchem sich Lone Cone Mountain sowie welche der ältesten Bäume Canadas befinden. Nebenbei für alle Film begeisterten, auf Mearsisland wurde zum Teil Twilight gedreht. Nachdem ich die ein oder andere Wanderung auf der Insel durchführte, sie umrundete und von Oben sah muss ich zugeben sie ist auch nicht viel anders wie alle anderen abgelegenen Inseln Canadas. Natürlich ging ich nicht nur einmal zum Whale Watching doch den meisten Spaß hatte ich beim Kajak fahren im Clayoquot Sound rund um Tofino. Die letzten Tage habe ich noch einmal besonders genossen mit Sonnen Aufgängen am Lagerfeuer an meinem Lieblings Strand und diversen Aktivitäten während des schönen früh nahezu sommerlichen Wetters mit 15c und knallender Sonne sowie meine Abschiedfeier mit dem Staf-Team.
Wie Ihr wahrscheinlich schon wisst, werden sich diese sommerliche Umstände für mich nun wieder ändern, da ich die Berge vermisse und meine alten Freunde wieder sehen möchte, werde ich erneut für ein, zwei Monate zu meiner alten Arbeit in dem wundervollen Yoho-Nationalpark zurückkehren. Wie zu Beginn meines Eintrages angedeutet werde ich zuvor wahrscheinlich noch auf einen kurzen Roadtrip gehen was aber noch nicht ganz sicher ist so geht’s für mich jetzt wie vor zwei Monaten zuletzt erneut in ein kurzes Abenteuer nachdem ich die Reisekasse ein wenig aufgefüllt habe.
Naechster Eintrag kommt dann vom Emerald Lake soweit so gut bis dahin haltet die Ohren steiff.
Euer Julian.

29Januar
2015

Tagestrip Hotspring Cove



Hey ihr,

Wenn man nun erstmal In Tofino Arbeitet und jeden freien Tag surfen geht, vergisst man all die anderen sehenswerten Plätze recht schnell. Die Hotsprings jedoch standen schon des Längeren auf meiner to do liste und wie das Schicksal nun einmal spielt, wurde ich schließlich von einigen Gästen gefragt ob wir uns zusammen ein Wasser Flugzeug chartern möchten. Nebenbei hatte ich einen Alkoholfreien Januar durchgezogen und so eine Menge Geld dank der unverschämten preise hier gespart. So legten wir mit sechs Leuten für das Flugzeug zusammen und starteten am nächsten Morgen um acht Uhr in Richtung Hotspring Cove durch. Für mich war es etwas Besonderes, da es mein erster Flug mit Start und Landung im Wasser war und Ich im Copiloten Sitzt der Beaver von 1953 sitzen durfte. Zu unserem Glück hatten wir einen nahezu Wolkenfreien Morgen, was auch bis zum Abend anhielt, und so hatten wir mit dem Sonnenaufgang im Rücken ein gigantisches Lichtspektrum über den Inseln und dem Ozean. Einige Zeit später setzten wir zur Landung in einer Bucht an, von wo wir uns zu Fuß über einen sehr schön angelegten Wanderweg durch den Regenwald durchschlugen. Es machte sich erneut bewährt so früh losgeflogen zu sein, da außer uns niemand dort war. So hatten wir die Hotsprings und gefühlt die ganze Insel für uns alleine. Die Hotsprings in Hotsprings Cove zeichnen sich im Besonderen durch ihre Heißen Wasserfälle aus, unter welchen man sich von dem herunter prasselndem Wasser den Rücken massieren lassen kann. Nachdem wir einige Stunden dort verbrachten machten wir uns auf, um rund 50 Meter weiter Angeln zu gehen. zum Erstaunen allerseits biss der erste Fisch schon in weniger als einer Minute an und so sollte es auch weiter gehen. In rund fünf Minuten holten wir vier Fische raus. Niemand von uns hatte so etwas jemals zuvor gesehen. Da uns vier Fische genügten machten wir uns auf und suchten einen guten Platz fuer ein kleines Lagerfeuer um den Fisch zu grillen. Während zwei von uns das Feuer starteten und fuer eine gute Glut sorgten bereiteten die anderen vier den Fisch vor, wobei wir alle die Sonne an diesem Januar Tag in Badeshorts genossen. Nach einiger Zeit war es schließlich soweit wir durften unseren ersten von vier Fischen essen, es war wohl der beste Fisch den ich je gegessen habe was wohl daran gelegen hatte das man alles selbst vom Fangen, ausnehmen über Würzen und Grillen gemacht hatte, wobei der Hauptpunkt wohl doch die Frische des Fisches gewesen war. Nach dieser ausgiebigen Mahlzeit gingen wir zurück zu den Hotsprings, welche wir immer noch oder wieder für uns alleine hatten. Gegen halb vier hieß es für uns zurück zum Dock um nochmal ins Ozeanwasser zu springen und den Sonnen Untergang aus dem Wasserflugzeug zu Genießen. Also mal wieder ein ganz normaler Tag, das war’s dann auch erstmal wieder von mir,
liebe Grüße euer Julian

15Januar
2015

Tofino Leben



Hallo ihr da draußen,

Nachdem ich gut ins neue Jahr 2015 gefunden habe und einige Tage bei meinen Freunden in Victoria verbrachte, hieß es für mich zurück ins Berufsleben, da mein canadisches Reisekonto auch mal erschöpft sein musste. In meinem neuen Job arbeite ich an der Rezeption eines Hostels, was zunächst recht langweilig wirkt. Aber im Gegenteil, man lernt diverse Menschen kennen, welche ähnlich wie beim hitchhiken alle eine Geschichte zu erzählen haben. Für jene unter euch die mich jedoch besser kennen oder sich mit meinem Blog auseinander gesetzt haben sollte klar sein, ein abwechslungsreiches Hosteleben mit Partys genügt nicht um mich zufrieden zu stellen. Irgendwo muss ein Abenteuer stecken, welches nur auf mich wartete und so war es auch. Wie des Öfteren hier in Tofino ging ich also mit Gästen des Hostels, an meinem Lieblingsstrand west Chesterman, surfen. Er wird durch eine Hallig ausgezeichnet welche nur bei Ebbe, erreichbar ist. Wir nahmen uns vor nach dem surfen, welches übrigens von mal zu mal besser wird, Miesmuscheln pflücken zu gehen. Hierzu mussten wir auf die Rückseite der Hallig, wo ein uns bekannter Bereich liegt, an welchem Muscheln wachsen. Wir mussten leider feststellen, dass die Brandung wesentlich zu stark war um ins Wasser zu gehen und so schauten wir einige Minuten in die drei Meter hohen Wellen, welche gegen das Lavagestein der Hallig einschlugen. Für uns stand jedoch fest, wir bringen Muscheln mit nach Hause und so suchten wir rund um die Hallig nach möglichen Bereichen um Muscheln zu ernten. Wir fanden eine Breite lange Lavastein zunge welche sich seicht ins Wasser begab wodurch es für mich durchführbar erschien. Soweit gelang es mir auch, ich schaffte einige Muscheln von den Felsen abzurupfen, doch eine Riesige Welle erfasste mich und wirbelte mich umher. Doch dank Neopren Anzug und meiner inneren Gelassenheit befand ich mich nach kürzester Zeit wieder auf der Hallig bei meinen Freunden. Wir entschlossen es muss einen anderen Ort geben um Muscheln zu finden, da dieser nach diesen Strapazen ebenfalls zu gefährlich erschien. Schlussendlich fanden wir einen Ort, an welchem die Wellen sehr mild auftraten und wir so in sicherem Gewässer unsere Muscheln sammelten konnten. Es wurde ein sehr leckeres Muschel Knoblauchbaguette und nach meinen Strapazen mit der Brandung schmeckten die Muscheln einmalig gut. Neben surfen und Arbeiten bleibt immer noch genug Zeit die Sonnenuntergänge bei einem Lagerfeuer am Strand und ab und zu vorbeiziehen Orkas zu Genießen. Ich werde voraussichtlich bis Anfang März in Tofino verweilen und mich wie gehabt melden wenn etwas Spannendes passiert.
Euer Julian 

28Dezember
2014

Way south step two

King tree Trail Tail2 shore coast T3 Rainforest1 Rainforest2 Tofino Surfen Surfen2
Hey Ho meine lieben,
Das Jahr 2014 neigt sich dem Ende und für mich bedeutet dies Halbzeit sowie nebenbei den letzten Blogeintrag dieses Jahres. Da ich momentan viel und ständig auf Achse bin bleibt leider nicht viel Zeit zum Schreiben, weshalb ich mich in diesem Beitrag etwas knapper, wie im Beginn meiner Reise, halten werde.
Nachdem ich aus Haida Gwaii gut zurück nach Prince Rupert gelang, entschloss ich eine Woche dort zu verharren und mir die Berge sowie die dichten Wälder in näherer Umgebung genauer anzuschauen. Es erweis sich als sehr unterhaltsam, spannend und interessant, ob mit neuen Freunden des Hostels oder auch alleine durch die stark grün bemoosten, Immer feuchten Regenwälder der Kanadischen West Coast zu streifen und zur Hälfte im Schlamm zu verschwinden. Alte lang nicht genutzte Pfade verwandelten sich zu Labyrinthen zwischen unglaublich riesigen Baumen, kleineren Bächen und diversen Tümpeln. Neben all den Outdoor Aktivitäten stand natürlich auch kulturelles auf der to do liste. Da ich an der Nativen Kunst sehr großes Gefallen gefunden habe konnte ich nicht um das Northern BC Museum herumkommen und suchte mir hier für den vom Wetter ungemütlichsten Tag aus, welcher die Kunst in ihrem mystischen da sein unterstützte. Zu Gerne würde ich euch die Bilder, welche ich in dem Museum geschossen habe zeigen, jedoch erhielt ich hierzu leider keine Genehmigung. Einige Tage später ging es also mit der nächsten Fähre weiter in Richtung Vancouver Island. Ich erreichte die Insel einige Stunden später wie erwartet, was auf diversen Stopps der Fähre, aufgrund der starken Winterstürme und der rauen See zurück zu führen war. Die Verzögerung Wurf mich natürlich in meinen hitchhike Plänen zurück, sodass ich an diesem Tag nur 350 km trampen konnte bevor ich mir eine Bleibe für die Nacht suchen musste. Ich schaffte es bis nach Parksville, von wo ich am nächsten Morgen Richtung Tofino aufbrach. Vier nette hitchhike Fahrten später war ich zum einen von der Landschaft überwältigt, welche man auf einem wunderschön gelegenem Highway durchquert und zum anderen mit voller Vorfreude endlich angekommen. Wie es eben so in einem Hostel ist lernt man viele neue Menschen kennen und hat eigendlich immer was zu unternehmen. So standen einige Wanderungen wie zum Beispiel der Pazifik Wildernes Trail und viele weitere Trails im Pazifik Rim National Park an. Natürlich kommt man nicht nach Tofino um durch den Wald zu Wandern, doch ein Flugzeugfrag in mitten einer einsamen sumpf Landschaft klang für mich doch sehr verlockend und war eben falls einen Besuch wert. Die Weihnachtsfeiertage verbrachte ich, anders als vor einem Jahr noch erwartet nicht etwa in klirrender Eiseskälte sondern auf einem Surfbord in den wunderbaren Wellen des surfparadies rund um Tofino. Neben Pool, Tischkicker und Sauna jeden Abend kochten wir täglich zusammen. Ich kann sagen ich hatte eine sehr Schöne Weihnachtszeit und eine Menge Spaß. Morgen werde ich nach Victoria aufbrechen um dort Silvester, mit Freunden meines ersten Jobs in den Rockys, zu feiern. Danach trampe ich wohl zurück nach Tofino um eine Weile für das Hostel zu arbeiten und möglicher weise weiter an meinen Surf Künsten feilen. Sobald ich Morgen Victoria erreiche habe ich meinen langen Weg von Skagway (Alaska) entlang der Westcoast bis in den sueden Canadas erfolgreich geschaft. Nach ueber neunzig stunden Faeher und etwas mehr wie einem Monat zeit mus ich doch zugeben es war ein Atemberaubender Trip.
Frohes neues und nen guten Rutsch, mit freundlichen Grüßen euer Julian

12Dezember
2014

Haida Gwaii

Magical light Balanced Rock with Backpack Woodwork House Sunset 1 Sunset 2 Morning sunrise Canoeing tow hill walkway tow hill Coffee Bus Coffee Bus Inside

Hallo Ihr,
Die erholsamen Tage in Prince Rupert vergingen schnell und es sollte fuer mich auch bald schon weiter gehen. An einem Donnerstagmorgen stand ich nun also wieder mit meinem Hab und Gut auf dem Rücken vor dem Fährenterminal. Einmal durchgeatmet und los ging es, eingecheckt und die faehre besichtigt, auf welcher ich nun die neachsten sieben Stunden, wie mittlerer weile gewohnt, ins ungewisse aufbrach. Es war wie es an der Westkueste ebenso ist, nicht das beste Wetter, aber immerhin regnete es nicht, so verbrachte ich die meiste Zeit auf dem Außendeck und starrte in die Weiten des Meeres. Am Horizont verschwanden die Berge des Festlandes, einzelne Inseln tauchten in der Ferne auf welche wir passierten und ein angenehmer Seegang einsetzte. Dass ich meine Zeit draußen verbrachte sollte sich aufs erneute bezahlt machen, zwei Wale tauchten auf und schwammen eine Weile um das Schiff herum sie tauchten wieder ab und einen Moment später weiter weg wieder auf. Es dauerte einige Zeit bis sie im Horizont verschwanden. Die Dämmerung setzte ein und wir kamen Haida Gwaii näher. Im Hafen angekommen begrüßte uns Graham Island mit einem zauberhaft schönem Sonnenuntergang, welcher orange rote Lichtschweife durch die Berge Zwischen Wolken und Meer warf. Es lud einen förmlich ein sich dem mystischen Ort der Haida hinzugeben. Es war im Vergleich zu den vorherigen Tagen warm demnach gefühlt fünf bis sieben Grad, doch die Luftfeuchtigkeit war wesentlich höher, was sich jedoch im ersten Moment nicht schlecht anfühlte, es passte regelrecht zu der Allgemeinen Lage der Insel. Ich machte mich nun auf den Weg von der Fähre zur größten Stadt auf Haida Gwaii, Queen Charlotte. Mit dem Gepeack beladen dauerte es gut vierzig Minuten zudem war es bereits Dunkel, doch wollte ich sehen ob ich diese Nacht in dem Hostel vor Ort verbringen könne. Angekommen und den Rucksack abgesetzt begab ich mich zur Rezeption und fragte ob betten im Hostel verfügbar waren, worauf ich leider ein nein zu höheren bekam jedoch konnte mir die gute Frau ein kleines gemütliches Einzelzimmer in Ihrem Hotel zu einem günstigen Preis anbieten welches ich dann auch für zwei Nächte dankend in Anspruch nahm. Ich schaute mir am kommenden Tag die Stadt an, welche so klein war das sie nicht einmal 1000 Einwohnern zählte. Im Großen und ganzen verlief der Tag recht unspektakulär und erholsam, was zugleich zur Vorbereitung auf die folgenden Tage diente, wo ich per trampen die Insel erkunden wollte. Am nächsten Morgen nach sonnen Aufgang befand ich mich an der Straße, welche nahezu wie in Island die Einzige Richtige Straße war. Mein erster stopp war am Spirit Lake, welcher in einem mystischen nebelumgebenen Wald lag. Neben dem erschienen Bäume recht interessant, da sie zum einen sehr hoch und zum anderen sehr breit waren, man kann fast behaupten sie seine gigantisch gewesen. Zurück an der Straße brach ich auf in Richtung balanced Rock auf, wo ich mich nach fünfzehn Minuten auch wiederfand. Es ist ein großer Fels direkt an der Küste, welcher auf einem anderen stein balanciert steht. Wenn man seit klein auf viel in den Bergen unterwegs war ist es üblich, dass man in seinem Leben schon viele Steine gesehen hat, worauf ich mir sagte, was sollte ich groß erwarten eben auch nur ein Fels. Im nächsten Schritt stand für mich ein Schiffs Frack an, welches ich zuvor auf Bildern gesehen hatte. Doch der Herr, welchen ich beim hitchhike traf schaffte es mir das Frack auszureden, da es ein sechs stündiger Rundwanderweg an der Küste war, worauf ich mit allem Gepäck und Nieselregen auch verzichten konnte. Er nahm mich bis nach Port Clements mit, wo ich von einem Hostel gehört hatte. Als ich nun schließlich das Hostel fand konnte ich dort niemand vorfinden. Die Tür stand offen, so entschied ich mich, das Hostel von innen genauer anzusehen. Leider musste ich ein sehr verschmutztes unordentliches Innenleben vorfinden, zumal die betten auch nicht toll aussahen entschloss ich, dass ich mein Zelt diesem Hostel vorziehen würde. Hierauf griff ich meine Sachen und begab mich Richtung Highway. Auf dem Weg dorthin schaute ich mir den legendären golden spurce Sprössling an. Am Highway angekommen war es nun bereits drei Uhr und es fuhr kein einziges Auto aus dem Dorf hinaus. Rund eine Stunde später erschien en Auto, welches tatsächlich in meine Richtung fuhr und mich mitnahm. In Ihm saß ein Hollaender, welcher nun wie ich später erfuhr, schon drei Jahre hier lebt. Er wies mich darauf hin er könne mich nur den halben Weg nach Masset mitnehmen, welches das nächst gelegene Dorf war, da er dort wohne. Ich willigte ein, ich wusste ja sowieso nicht, wo ich die Nacht verbringen würde und hatte mich schon auf zelten eingestellt. Während den typischen hitchhiker Gesprächen, wo ich herkomme und was ich hier mache wurde er hellhörig, als ich sagte ich arbeitete in den Rockies als Woodsman. Es stellte sich heraus, dass er beruflich Feuerholz macht und momentan eine Aushilfe benötigen würde. Er bot mir an für 100 Dollar pro Woche in einem Raum seines Hauses zu wohnen und für 15 Dollar die Stunde für ihn zu arbeiten. So schaute ich mir schließlich sein Haus sowie meine eventuelle Arbeitsstelle an und nahm dankend an. Ein Handschlag und zwei Bier spaeter hatte ich nun Platz zum auszubreiten und mich in meinem neuen Raum zuhause zu fühlen. Er machte ein leckeres Abend essen aus Hirsch Keulen und stellte mir seinen Mitbewohner vor, welcher nur ein zwei Jahre älter wie ich war und natürlich diverser spiele Konsolen, sowie einen riesen Flachbildschirm hatte, damit uns auch nicht langweilig werden sollte, denn es gab dort kein Fernsehen oder Internet welches man ja auch nicht zwingend braucht. Schnell fühlte Ich mich wie zuhause. Neben der Hauptarbeit, welche daraus bestand, aus riesigen Baumstämmen Feuerholz zu produzieren wurde ich nebenbei noch dafür bezahlt ein riesiges Feuer am brennen zu halten, demnach jeden Verschnitt und kleinere Zweige, aus welchen man kein Feuerholz produzieren konnte, zu verbrennen. Ich selbst besaß in meinem Leben nicht eine einzige Spielekonsole, was mir anscheinend auch nicht schadete. So kam es dazu das ich wie des öfteren in Canada auch jeden Abend zwei bis drei Schachpartien austrug, da selbst die besten Spiele nach einer Weile langweilig werden und Abwechslung gefragt war. An den meisten Tagen war der Hollaender tagsüber nicht zuhause, denn er hatte noch einen zweiten Job, so arbeitete ich für mich alleine und durfte, um Holz zu transportieren, auf dem großen Gelände seinen Pickup Truck fahren und hatte flexible arbeitszeiten. Den schönsten sonnigsten Nachmittag nahm ich mir schließlich frei. Der Mitbewohner welcher grade Urlaub hatte lud mich darauf auf eine Paddel-Runde durch die anliegenden Flüsse ein. Er schnappte sich sein Paddelboard und überlies mir sein Kajak. Zu Beginn starteten wir in einem Fjord, welcher direkt neben dem Haus entlangverlief und solange wir uns im Salzwasser befanden auch noch eine Normale Farbe besaß, doch sobald wir tiefer in die abzweigenden Flüsse hinauf paddelten und in den dichten Nadelwald eintrugen, umso schwärzer wurde das Wasser. In einem gewissen Licht hatte es etwas rötliches und erinnerte mich doch sehr stark an Cola. Zum unserem Glück klebte es jedoch nicht wie solche, da wir über uns den Weg blockierende Baumstämme klettern und durch dichte Büsche ducken mussten, welche bei hohem Wasser stand auch öfters unter Wasser waren. Ich genoss diesen Tag sehr, da es eine Mischung zwischen sportlicher Herausforderung und Exploring hervorbrachte. Nach einer Woche Arbeit und vielen Partien Schach hatte ich meiner Meinung nach genug gearbeitet, denn ich war ja nun nicht zum Arbeiten nach Haida Gwaii gekommen. So nahm ich noch einen letzten Job an, da das Angebot unablehnbar erschien. Er bot mir dreißig Dollar um das Badezimmer zu reinigen, ich wollte zwar eigendlich nach dem ersten housekeeping Job keine Bäder mehr putzen, aber der guter Herr lies mit sich verhandeln. Im Endeffekt erhielt ich fünfzig Dollar für eine Stunde Gummihandschuhe tragen. Er war im allgemeinen von meiner Arbeit sehr beeindruckt, so lud er mich an einem sonnigen Samstagmorgen auf eine Rundfahrt zu den ihm bekannten sehenswürdigsten Plätzen im Norden der Insel ein. Wir fuhren umher und zu den meisten Orten und Dörfern konnte er mir viel erzählen. Der Höhepunkt unsereres tages trips sollte tow hill im naikoon provincial Park sein. Es war ein atemberaubender Ort mit hohen klippen aus erstarrter Lava und Dicht bewaldetem Regenwald. Es erschienen die Interessantesten Vögel und auch der ein oder andere Puffin ließ sich blicken. An den Stellen wo die Lava im Meer verschwand turnte ich eine Weile herum und entschied, dass dies in der Tat ein sehenswürdiger Ort sei. Auf unserem Weg zurück machten wir noch zwei Stopps, zum einen fuhren wir zu dem wohl besten Kaffee auf Haida Gwaii, welches ein sehr hübsch zurechtgemachter alter Schulbus mitten im Wald neben der Straße war. Eine etwas ältere Dame führte dieses Kaffee und hatte anscheinend sehr viele Stunden in die Innengestaltung gesteckt. Nach einer Pizza zogen wir weiter. Old Masset stand zum anderen an, wo ich noch einige Besorgungen in einem sehr originellem Laden machte. Zum Abendessen bereiteten wir einen Leckeren Braten mit Ofen Kartoffeln zu, was uns gut auf den nächsten Tag vorbereitete, da es in der Nacht stürmte und ein Riesiger Baum die Strom und Telefon Leitung abriss. Der Mitbewohner trampte schließlich in die Stadt um von dort mit dem Handy den Elektriker zu informieren welcher noch am selbigen Tag erschien und wir gemeinsam die Spuren des Sturms beseitigten. Meiner Meinung nach sollte diese Insel fuer ihre Atemberaubenden Sonnen auf und untergaenge bekannt sein, welche jeden Tag in einem strahlendem rot Orange die unterschielichsten Himmel erschufen. Montagmorgen machte ich mich schließlich auf den Weg zurück nach Queen Charlotte um dort noch einige Tage zu verbringen. Nun sitze ich wieder in der Fähre zurück nach Prince Rupert und wie immer lass ich es mal ganz entspannt auf mich zukommen und habe noch keinen genauen Plan wie es weiter geht. Ich melde mich sobald mal wieder etwas Spannendes passiert ist.
 Mit freundlichsten Grüßen euer Julian

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